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Brugg, Tel/Fax 056 44 22 000, e-mail: info@isisworld.ch
Öffnungszeiten Ladengeschäft: Di, Do, Fr: 9.30-12.00 und 14-18.30 / Mi:
14-18.30 / Sa: 9.30-16
Jahreskreis
Wir unterscheiden acht Jahreskreisfeste, von denen
vier Mondfeste und
vier Sonnenfeste sind.
Da gibt es einerseits die Sonnenwende im Sommer (21. Juni)
und im Winter (21. Dezember). Hinzu kommen die beiden
Tag-und-Nacht-Gleichen im Frühling (21. März) und im Herbst (21.
September). Das sind die Sonnenfeste.
Dazwischen, jeweils im 6-Wochenabstand, gesellen sich noch
vier Mondfeste, die den Jahreslauf weiter differenzieren. Diese
Feiertage sind aus alter Sicht wichtiger als die Sonnenwenden, vor
allem Beltane (30.April/ 1. Mai) und Samhain (31.Oktober/1. November).
Dazu gehören ebenfalls Imbolc (1.Februar) und Lughnasad (1.August).
Für die grundsätzliche Bedeutung der einzelnen Feiertage
braucht man nur zu schauen, was zu dieser Zeit in der Natur geschieht,
das ist dann der tiefere Sinn des jeweiligen Festes. Auch das dörfliche
Brauchtum gibt Aufschluss über die Rituale, die die Kelten zu dem Fest
zelebriert haben. Man denke da nur an den Maibaum zu Beltane oder den
Tannenbaum und Misteln zur Wintersonnenwende.
Die
Feste des
Jahreskreises:
Samhain
Heloween: 31. Oktober/1. November, Mondfest
Yule
Wintersonnenwende: 21. Dezember, die längste Nacht des Jahres,
Sonnenfest
Imbolc
Lichtmess /-fest: 1. Februar, Mondfest
Ostara
Frühlings-Tag- und Nachtgleiche: 21. März, Tag und Nacht sind gleich
lang, Sonnenfest
Beltane
Walpurgisnacht: 30. April/1. Mai, Mondfest
Litha
Sommersonnenwende: 21. Juni, der längste Tag des Jahres, Sonnenfest
Lughnasad
1. August, Mondfest
Mabon
Herbst-Tag- und Nachtgleiche: 21.September, Tag und Nacht sind gleich
lang, Sonnenfest
Eine
kleine
Reise durch die Jahreskreisfeste
In der längsten Nacht des Jahres (Yule) wird der Sonnengott geboren.
Somit bringt die
Göttin das Licht wieder in die Welt hinein, die Hoffnung auf den
Frühling auf das Neue
wird stärker. Der junge Sonnengott wächst mit jedem Tag ein Jahr (die
12 Rauhnächte ) und
wird in der 12. Nacht in das Wissen initiiert.
Dort erhält er seine magischen Symbole, seinen Namen und seinen
Lebensauftrag. Für uns eine
Zeit, die eigenen Aufgaben in die eigenen Hände zu nehmen, so wie auch
der Sonnengott sein
Leben in die Hände nimmt.
Wenn die Sonne spürbar kräftiger wird, erneuert sich
die Göttin zu
Imbolc und wird dort zur Jungfrau, zum jungen Mädchen.
An Ostara zeigt sie sich als erwachende Natur in der auch das Wachstum
beginnt. Unsere
neuen Ideen wachsen ebenfalls. Der junge Sonnengott streift noch durch
die Wälder. Noch
gehen sie getrennte Wege, beide genießen ihre Freiheit.
Zu Beltane treffen sich der junge Gott und die Göttin um sich zu
vereinigen und somit
den Kreislauf des Lebens zu gewähren.
Der junge Gott nimmt noch nicht seine Verantwortung
wahr und kehrt erst zu Litha zur Sommersonnenwende zurück und segnet
mit einem Sprung über
die Mitsommerfeuer die Ehe mit der Göttin. Für uns beginnt eine Zeit in
der unsere neuen
Ideen langsam Früchte tragen. Die junge Göttin ist schwanger.
Zu Lughnasad ist der junge Sonnengott bereits der Kornkönig an dessen
Seite die Göttin steht.
Der Kornkönig opfert sich wie das Korn, damit die Felder für das
kommende Jahr erneut
fruchtbar werden. Der Göttin Gemahl ist nun der Herr des abnehmenden
Jahres.
Zu Mabon zur Herbst-Tag und -Nachtgleiche ist bereits der größte Teil
der Ernte eingeholt.
Auch wir reflektieren was aus unseren Wünschen und Plänen geworden ist,
was wir in unserem
Leben geerntet haben. Es beginnt eine Zeit des Nachdenkens. Tag und
Nacht sind nun gleich
lang, gleich stark. Alles Leben weiß, das die Nacht siegen wird und es
Zeit wird Abschied
zu nehmen. Wir bewegen uns langsam aber stetig in die Zeit der Ruhe in
der unsere Gedanken
nach innen gerichtet sind. Die Göttin selber trauert um ihren Gemahl
dem Sonnengott. Er wartet
bereits in der Unterwelt auf seine erneute Wiedergeburt.
An Samhain gedenken wir der Toten
aber auch den Neugeborenen und dem Leben welches noch geboren werden
soll. Die Göttin
ist schwanger, die Nebel zwischen den Welten sind dünn. Beste Zeit zum
Orakeln oder für
Kontakte zu den Verstorbenen. Nun ist der Kreis bald geschlossen und
der Gott kehrt mit
der Sonne zurück. Das Leben beginnt erneut, der Tanz auf dem Rad setzt
sich fort und birgt
in sich, das das Leben weiter geht, so wie sich das Jahresrad weiter
dreht. Es birgt in sich
den Mythos, dass in jedem Sterben die Geburt des Neuen liegt.
Bräuche und Symbole sind dem des christlichen Glaubens sehr ähnlich
(wurden vom Christentum adaptiert, um den Menschen der damaligen Zeit
den neuen Glauben schmackhafter zu machen), so auch in anderen Kulturen
und Religionen. Wir kennen die Wintersonnenwende als Wendepunkt. Ab
diesem Tag werden die Tage geringfügig wieder länger, wir feiern die
Geburt des Lichtes, den Fortlauf des Lebens. Christlich feiern wir am
24.12. die Geburt Christi, der das Licht und das Leben den Menschen
brachte. Imbolc zeigt die Rückkehr des Lichtes merklicher, christlich
feiern wir Maria Lichtmeß. Am 21. März feiern Heiden wie Kelten Ostara,
das unserem Osterfest fast bis ins letzte Detail ähnlich ist. Beltane
als Fruchtbarkeitsfest - die Vereinigung der Göttin und des Gottes - es
werden hier allerorts Maifeste gefeiert. Der Tanz um den Maibaum, die
Vereinigung in Symbolform (Stab und Kranz) ist nichts anderes. Am
längsten Tag des Jahres der Sommersonnenwende, läuten die Christen den
Sommer ein, Schamanen veranstalten auch heute noch Sonnentänze um den
Gottheiten zu danken und somit dafür zu sorgen, dass die Familien und
Stämme geschützt und ausreichend versorgt bleiben. Lughnasadh ist ein
Fest zu Beginn der Erntezeit und der Kräuterweihe. Wie der Gott zum
Kornkönig geweiht wird, finden auch Weihungen in der Kirche statt bis
zu Maria Himmelfahrt. Mabon zeigt das Ende der Ernte und ist auch das
Erntedankfest der Christen. Am Bekanntesten ist wohl Samhain. Allerorts
feiern wir Halloween oder Allerheiligen und gedenken den Verstorbenen.
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